Alexandra Schmitz · Art de l’Anglage · Les Brenets

Alexandra Schmitz, Handwerkerin und Ausbilderin in Les Brenets.

Seit 2006 hat Alexandra Schmitz einen Blick für Finissierung aufgebaut, der am Teil geschult ist — an der Werkbank wie am Bildschirm.

Schmuck, Uhrendekoration, Kontrolle, Ausbildung und Werkstattverantwortung: Jede Etappe hat ihre Art geschärft, ein Teil zu sehen, die Abweichung zu benennen und ohne Umweg zu korrigieren.

«Ich ziehe eine präzise Korrektur einer grossen Erklärung vor. Wenn der Schüler die Abweichung sieht, kann er wirklich korrigieren.»

Ein sinnvoller Werdegang

Ein Werdegang, der ihre Art des Unterrichtens geschärft hat.

Alexandras Werdegang erklärt ihre Pädagogik: vom Teil ausgehen, die genaue Abweichung benennen, sofort korrigieren und prüfen, ob die Geste hält.

01 Grundlage im Schmuckhandwerk

Das Material schult den Blick bereits.

Bei MATY und später im Schmuckatelier arbeitet Alexandra an Kreation, Fassen, Reparaturen, Löten, Ringgrössenanpassung und Polieren. Noch vor der Uhrmacherei gibt es bereits das Verhältnis zum Material, zur Spur des Werkzeugs und zum Oberflächenzustand.

In der Ausbildung zeigt sich das in der Aufmerksamkeit für das Werkstück, den Druck und den Oberflächenzustand.

Jahr
2005
Stationen
  • MATY Bijoutier
  • Schmuckatelier
Was sich verankert
  • Respekt vor dem Material
  • Lesen der Oberfläche
  • Präzision der Bewegung
Schmuckhandwerk Juwelierarbeit Polieren
02 Einstieg ins Atelier

Die Geste wird Atelieralltag.

Bei der Compagnie Horlogère Locloise SA werden Anglierung und Uhrendekoration Teil des Alltags. Die Geste wird nun an Takt, Konstanz und Kontrolle gemessen. Das prägt ihre Art zu unterrichten bis heute: Ein einzelnes Gelingen reicht nicht, man muss es sauber wiederholen können.

Das Niveau zeigt sich in der Regelmässigkeit, nicht im Effekt.

Zeitraum
2006–2009
Stationen
  • Laser Automation
  • Compagnie Horlogère Locloise SA
Was sich verstärkt
  • Werkstattdisziplin
  • Konstanz der Bewegung
  • Verantwortungsgefühl
Atelier Disziplin Verantwortung
03 Festigung

Der Blick wird präziser.

Decotech, JBH und José Lopes schärfen den Blick: unterschiedliche Finissagen, Kontrolle, Schulung neuer Mitarbeitender. Die Korrektur wird klarer: Wo liegt die Abweichung, warum entsteht sie und wie lässt sie sich zurücknehmen, ohne den Rest zu verwischen.

Je präziser der Blick wird, desto weniger braucht die Korrektur grosse Worte.

Zeitraum
2009–2019
Etappen
  • Decotech
  • JBH
  • José Lopes
Was sich schärft
  • Strengeres Lesen
  • Zielgenauere Korrektur
  • Vermittlung von Werkbank zu Werkbank
Finissagen Kontrolle Vermittlung
04 Unternehmerische Etappe

Eine Tätigkeit strukturieren, ohne das Konkrete zu verlieren.

Zwischen 2019 und 2021 führt Alexandra eine kommerzielle Tätigkeit in Guadeloupe mit. Diese Etappe stärkt Organisation, Kundenbeziehung und Klarheit des Angebots — drei Dimensionen, die Art de l’Anglage heute strukturieren.

Der Beitrag zeigt sich nicht am Teil. Er zeigt sich in der Klarheit des Rahmens, der Gespräche und der Entscheidungen.

Zeitraum
2019–2021
Tätigkeit
  • Mitführung einer kommerziellen Tätigkeit in Guadeloupe
  • Entwicklung eines Angebots und Kundenbetreuung
  • Tägliche Organisation und Verwaltung
Was das mitbringt
  • Unternehmerischer Geist
  • Klarerer Angebotsrahmen
  • Aufmerksamkeit für den realen Kundenbedarf
Unternehmertum Co-Management Strukturierung
05 Praxis + Vermittlung

Bauteil und Vermittlung kommen zusammen.

Bei Inhotec und dann Swissmec kommen Bauteil und Vermittlung zusammen. Hier wird die Methode wirklich klar: zeigen, beobachten lassen, wiederholen lassen, ohne Verzögerung korrigieren. Das Lernen schwebt nicht mehr um die Geste herum; es stützt sich auf reale Arbeit, ihre Fehler, ihre Korrekturen und das erwartete Niveau.

Anglierung lernt man nicht losgelöst. Man lernt sie an dem, was die Arbeit zeigt.

Zeitraum
2021–2025
Stationen
  • Inhotec
  • Swissmec
  • Gründung von Art de l’Anglage im Jahr 2025
Was klar wird
  • Reale Praxis an echten Bauteilen
  • Sofortige Korrektur
  • Vermittlung in Verbindung mit dem erreichten Ergebnis
Bauteil Ausbildung Gründung 2025
06 Heutiger Rahmen

Der Methode eine klare Form geben.

Mit Art de l’Anglage gibt Alexandra dieser Methode ihren eigenen Rahmen: kleine Gruppen, echte Aufmerksamkeit für jede Arbeit, eng begleiteter Fortschritt, klar lesbarer Anspruch. Der Werdegang ist nicht mehr nur eine Abfolge von Etappen. Er wird zu einem stabilen Rahmen, um ernsthaft zu lernen.

Das Projekt verspricht keine Stimmung. Es verspricht ein Niveau an Lesen, Korrigieren und Anspruch.

Heute
Art de l’Anglage
Art de l’Anglage heute
  • Les Brenets
  • Kleine Gruppen
  • Begeisterte, Fachleute, Unternehmen
Was das ermöglicht
  • Vermitteln ohne Verwässerung
  • Fortschritte eng verfolgen
  • Einen klaren Anspruch halten
Les Brenets Vermittlung Kleine Gruppen
Was dieser Weg geformt hat

Was die Jahre an der Werkbank in der Ausbildung verändern.

Mit der Zeit wurde die Ausbildung in der Form einfacher und im Kern anspruchsvoller: genauer beobachten, klarer korrigieren und jede Geste mit einem beobachtbaren Ergebnis verbinden.

01

Beobachten, bevor korrigiert wird.

Wenn eine Linie abweicht oder ein Reflex bricht, beginnt die Korrektur mit genauer Beobachtung. Das vermeidet vage Anweisungen und mechanische Gesten.

02

Die Abweichung präzise benennen.

Bei der Korrektur geht es nicht darum, alles neu beginnen zu lassen, wenn die Abweichung von Druck, Winkel oder Breite kommt. Sie muss genau zielen, sonst ermüdet sie, ohne Fortschritt zu bringen.

03

Die Geste mit realer Qualität verbinden.

Eine Finissierung steht nicht für sich allein. Sie muss regelmässig, vertretbar und mit dem Niveau vereinbar sein, das bis zum Endkunden erwartet wird.

Arbeitsplätze, Binokulare und Werkzeuge der Werkstatt Art de l’Anglage in Les Brenets
Werkstatt & Werkzeuge

Eine Werkstatt, um das Teil zu sehen, zu halten und zu korrigieren.

In Les Brenets dient der Arbeitsraum vor allem einem Ziel: die Geste lesbar zu machen. Die Werkstatt bündelt das nötige Material für Handanglage, Mikromotor, Nacharbeit und Kontrolle an realen Komponenten.

Der Arbeitsplatz bleibt bewusst konkret: Das Teil wird positioniert, die Auflage gewählt, unter Vergrößerung beobachtet und dann so lange korrigiert, bis Reflex und Breite dasselbe zeigen.

Präzise sehen.

Binokulare, hochauflösende Kamera und 4K-Bildschirm machen das Teil in Echtzeit lesbar: Druck, Bahn, Reflex, Breite und Nacharbeitszonen werden sichtbar, während die Geste entsteht.

Halten und anpassen.

Auflagen, Haltekugeln, Teilehalter und 3D-gedruckte Stützen helfen, besondere Komponenten zu stabilisieren, etwa bestimmte Räder oder schwer sauber zu haltende Geometrien.

Die Geste arbeiten.

Feilen, Cabron-Schleifstäbe, Mikromotoren, Diamantspitze und Ausrüstung für Satinage dienen Oberflächenzuständen, gezogenen Strichen, Nacharbeiten und Regelmäßigkeit.

Den Rhythmus halten.

Druckluft, ein klar organisierter Arbeitsplatz und ein Pausenraum — Kaffee, Mikrowelle und kurze Pausen — unterstützen sauberes Arbeiten ohne unnötige Ermüdung.

Pädagogische Grundsätze

Was die Ausbildung ganz konkret leitet.

Diese Grundsätze sind kurz, weil sie anwendbar bleiben müssen. Sie dienen dazu, sauberer voranzukommen, mit einem Ergebnis, das man wirklich vertreten kann.

Sie sagen auch, was ich ablehne: weder theatralischen Druck noch Haltungsspiel, noch unscharfe Toleranz am Bauteil.

« Wenn ich ein Bauteil betrachte, schaue ich zuerst auf die Linie, die Breite und den Lichtreflex. Wenn ich eine Geste korrigiere, suche ich zuerst die genaue Abweichung, bevor ich verlange, von vorn zu beginnen. »

Grundsätze, die tragen.

Einfache Grundsätze, angewendet am Bauteil.

  • Erst sehen, dann schneller werden. Das richtige Tempo kommt nach dem richtigen Blick.
  • Die Abweichung genau benennen. Eine vage Anweisung erzeugt eine vage Geste.
  • Sofort korrigieren. Nicht zulassen, dass sich ein Fehler durch Wiederholung festsetzt.
  • Die Geste tragfähig machen. Einmal richtig reicht nicht.
  • Die Geste mit realer Qualität verbinden. Am Ende urteilt das Ergebnis.

Was ich in der Ausbildung ablehne.

  • Unnötigen Druck, der den Blick blockiert.
  • Autoritätshaltungen, die niederdrücken statt zu klären.
  • Abkürzungen, die nur die Illusion eines Niveaus erzeugen.
  • Tolerierte Ungenauigkeit am Bauteil.
  • Jemanden lange wiederholen lassen, ohne klare Korrektur.

Anspruch braucht kein Theater. Er braucht Präzision, Ruhe und Wahrheit im Ergebnis.

Nächster logischer Schritt

Sie wissen jetzt, woher diese Methode kommt.

Die Seite Ausbildungen hilft Ihnen, den Rahmen zu wählen, der am besten zu Ihrem Niveau und Ihrem Ziel passt. Die Reservierungen zeigen Ihnen anschliessend die nächsten verfügbaren Termine.